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Die geheimnisvolle Begegnung
Es geschehen manchmal im Leben unvorhergesehene Dinge, die einen im wahrsten Sinne des Wortes den Atem anhalten lassen. Ob man es mir nun glaubt oder nicht, ob man mich für verrückt erklärt oder nicht, das ist mir egal. Denn ich habe wirklich etwas erlebt, dass mein bisheriges Denken und Empfinden total auf den Kopf gestellt, ja revolutioniert hat. Dieses Erlebnis, stellte sich später heraus, sollte von höchster Bedeutung für mein weiteres Leben sein.
An diesem denkwürdigen Tag, als ich ganz unten und mit mir selbst am Ende war, mich unendlich allein fühlte, Selbstvorwürfe über ein scheinbares Fehlverhalten mich plagten, ich am liebsten aufstecken wollte, mir nur noch zum Weinen zumute war, mich in dieser Situation der Selbstanklage nicht lieben konnte, ja meine ganze Person, sogar meine Daseinsberechtigung in Frage stellte, weil ich es nicht schaffte, so zu sein, wie ich sein wollte, in diesem Augenblick - und hier beginnt meine Geschichte - kommst Du wie aus dem Nichts auf mich zu und ich frage mich, wer Du bist? Wer ist die Gestalt, die ich so greifbar vor mir sehe, die mit leichten, beinahe federnden Schritten sich mir nähert?
Überrascht und gleichzeitig wie angewurzelt, starre ich in eine von Licht erfüllte Atmosphäre. Dieses sonderbare Licht erhellte meinen Platz, einen Sessel, auf dem ich in meinem Kummer Zuflucht genommen hatte. Die Umrisse einer fremdartigen Gestalt wurden immer deutlicher sichtbar. Mit dem Gefühl in eine andere Dimension des Daseins versetzt zu sein, wende ich mich direkt an diese ungewöhnliche Erscheinung: „Bist Du ein Engel?" frage ich erstaunt „Oder bist Du nur eine Fiktion?"
Du lächelst mich an und setzt Dich zu mir, direkt neben mich und legst Deine Arme um meine Schultern. Das Gefühl, auf einmal nicht mehr allein zu sein, durchströmt mich. Ich spüre Deine Nähe, so ganz real und dann sprichst du zu mir, zärtlich und leise, so, als würdest Du mich schon lange kennen, ja, mir vertraut sein: „Weißt du, ich kann dich verstehen," höre ich diese Stimme deutlich sagen, "gerade jetzt, wo du dich selbst nicht verstehen kannst. Ich weiß und fühle auch den Grund deiner Traurigkeit, kenne die Hintergründe für dein Verhalten. Die Begebenheit, für die du dich anklagst, ist aus deiner Sicht gesehen, Schuldgefühle zu entwickeln, verständlich.
Aber schau her, es ist nur die eine Seite der berühmten Medaille, die du beleuchtest und diese selbstkritische Sicht beansprucht deine ganze Aufmerksamkeit. Aber du weißt doch: Jedes Ding oder jede Medaille hat zwei Seiten. Warum siehst du nur die eine, dein angebliches Fehlverhalten und fragst nicht nach deinem Gegenüber, der vielleicht aus deinen Worten etwas lernen kann. Stell dir vor, es ist genau das Richtige was er hören musste? Du hast ihm vielleicht einen guten Dienst erwiesen, verstehst du? Wir können oftmals den Sinn einer Begebenheit nicht gleich erkennen, uns Menschen fehlt die Weitsicht in vielen Situationen. Unsere menschliche Vorstellungskraft ist begrenzt. Welche Bedeutung aber diese Worte für deinen Mitmenschen gehabt haben könnten, entzieht sich unserem Wissen. Und der Mensch, der eine gutgemeinte, ehrliche Kritik bekommt, kann sich glücklich preisen, weil es seine Persönlichkeitsentwicklung weiterbringt. Darum muss auch Kritik hin und wieder sein.
Etwas anderes ist es, wenn wir uns bewusst gegenseitig kränken und verletzen und bestimmten Menschen unsere Abneigung spüren lassen, nur weil sie vielleicht etwas besser können als wir. Dann kann es sein, dass wir in ihnen eine Konkurrenz sehen. Die Motivation deines Handelns und Redens war nicht bewusst kränkend, sondern deine ehrliche Meinung.
Aber nun einmal von aller Selbstkritik abgesehen. Selbst auf die Möglichkeit hin, dass du deinem Mitmenschen nicht richtig begegnet bist und du ihn verletzt haben solltest. Es geht uns doch von Zeit zu Zeit allen so, dass wir auch ungerecht beurteilt werden. Dir ergeht es nicht anders und auch du musst Ungerechtigkeiten verkraften. Darum können wir nicht immer alles Gesagte genau auf die berühmte Goldwaage legen und uns den Puls fühlen. Es ist eben menschlich, Fehler zu machen und für dein Mensch- sein brauchst du dich nicht zu entschuldigen. Wir sind noch nicht vollkommen! höre ich die Stimme weiterhin geduldig und verständnisvoll mit mir reden.
Du gehst zu hart und unerbittlich mit dir um. Du brauchst dir nichts vorzuwerfen! Was hat in der Vergangenheit zu deiner Selbstunsicherheit geführt und wer hat seine Autorität dir gegenüber ausgespielt? Wem hast du dich schon als Kind machtlos ausgeliefert gefühlt und warum wurdest du so oft kritisiert und in Frage gestellt? Anerkennung deiner Selbst, etwas richtig gemacht zu haben, hast du selten erlebt, stimmt`s? Du bist mehr in deinem Gefühl verunsichert, als bestätigt worden. Selten warst du dir als Kind und Heranwachsende in einer Sache einmal wirklich sicher, weil dich niemand in deinem Empfinden ernst genommen hat. Das Sich- schnell- schuldig- fühlen ist in deinem Leben ja geradezu vorprogrammiert!
Die Stimme neben mir wird unendlich sanft: „Nimm dich an und verurteile dich nicht. Du bist zur Zeit auch stark gefordert und musst so vieles miteinander in Einklang bringen, das alles zerrt an deinen Nerven, du bist angespannt. Darum: Sei barmherzig zu dir!" -
Ich zucke spürbar zusammen. Wer spricht da mit mir? Diese Gestalt, die ich so hautnah erlebe und wahrnehme und die so liebevoll mit mir spricht, scheint nicht von dieser Welt zu sein. Habe ich sie in meinen Gedanken herbeigeholt? Wie kommt diese Begegnung zustande? Es tut mir ohne Zweifel unendlich gut, dass jemand so mit mir spricht. Nicht anklagend, ohne Vorwürfe gegen mich zu erheben, ja liebevoll- tröstend mit dem Hintergrund und der Absicht, mich selbst verstehen zu lernen. Das muss doch ein himmlisches Wesen sein, das mir so übermenschlich, überwältigend begegnet. Ich kann es nicht fassen!? Was ist mit mir geschehen?
Bevor mir die ungewöhnliche Situation, in der ich mich befinde, so richtig bewusst wird, spricht diese Stimme ruhig und einfühlsam weiter mit mir: „Darf ich dir ein schönes Gedicht, das ich für dich ausgesucht habe, vorlesen?Weißt du," sagte die Gestalt, „dieses Gedicht ist mit dem Begriff „Selbstliebe" überschrieben und es gilt heute mal allein nur für dich!" "Allein für mich?" frage ich ganz überrascht zurück. „Ja, allein nur für dich, darf ich?" war die Antwort und Frage in einem. Ich nickte und war den Tränen nahe.
Tief in meinem Inneren spürte ich: Es ist genau diese Form der Zuwendung, die ich in dieser Situation brauchte, denn soviel war in Unordnung geraten, heillos geworden, zerrissen.
„Weißt du, dieses Gedicht passt irgendwie zu dir und stell dir vor, du hast es selbst verfasst!" klang es weiter an mein Ohr. Es war ein Hauch von Sinnlichkeit, die von dieser ungewöhnlichen Begegnung ausging. Mit dem Gefühl in eine andere Welt versetzt worden zu sein, lauschte ich den nun folgenden Worten:
SELBSTLIEBE
Ruhig ein bisschen selbstverliebt sein
Sich in den Strahlen der Sonne im Kreise dreh` n
Sich liebevoll durch die Haare streifen
gerade und aufrecht gehen
und bewusst die Schritte setzen
Vor Freude spontan in die Höhe hüpfen
Mir selbst ein Lächeln schenken
In den Spiegel schauen
mein Gesicht mit allen einmaligen
originellen Zügen positiv wahrnehmen
Die mich umgebenden Menschen
in meiner Phantasie mir gut gesonnen
erscheinen lassen
Mir eine besondere, herausragende
Eigenschaft bewusst machen
Und ... zuletzt einen Menschen an meinem Glück
das ich spüre teilhaben lassen
oder mit einem Geschenk jemanden
unvorbereitet überraschen
Das lässt die Freude im Herzen
„Purzelbäume schlagen
Das alles und noch viel mehr
sage ich mir: „weil ich in mich selbst verliebt bin
Lange sitze ich noch da und denke über das Gedicht und dieses Erlebnis mit der seltsamen Erscheinung nach. Nach einer gewissen Zeit wird mir klar: Diese geheimnisvolle Gestalt, dieser Fremde, der mir entgegenkam, verständnisvoll mit mir sprach, das Gedicht vorlas, bin ich selbst. In dieser Person, dieser Stimme bin ich meinem eigenen Selbst begegnet, meinem eigenen Gewissen, dem Herzstück des Bewusstseins. Diese Auseinandersetzung mit meinem eigenen ICH hatte unverkennbar heilenden Einfluss auf meine Seele.
Wie ein Geistesblitz durchfuhr es mich: Dieses Du, dieses Gegenüber gibt sich mir so, wie ich gerne mit mir umgehen möchte. Plötzlich erkenne ich, dass ich auf dem Weg der Bewusstwerdung und der Frage: WER ICH BIN? schon ein ganzes Stück vorangekommen bin. Ja, dieses Erlebnis war praktizierte Selbstliebe, wurde mir klar. Selbstliebe in Aktion und im wahrsten Sinne zum Anfassen. Wie stark war der Wunsch schon seit langem, mich selbst mit allen Unvollkommenheiten lieben zu können und das eigene Sein nicht mehr in unangebrachter Weise in Frage zu stellen. Mir war bewusst, dass noch ein langer Weg des Lernens vor mir liegen würde, aber gab es etwas Wichtigeres im Leben, als seinem eigenen Selbst auf die Spur zu kommen?
Durch diese Begegnung mit meinem Über- Ich sozusagen, aber doch ganz zu mir gehörend, wurde mir deutlich, dass meine Bemühungen, mein positives, konstruktives Denken über mich selbst schon Früchte getragen hatte. Also, dachte ich weiter, ist es möglich durch Liebevolles- mich- selbst- verstehen- lernen innerlich stark zu werden. Ja, durch diesen Prozess des „neuen Denkens" ein geheiltes Bewusstsein zu bekommen, das in seiner Persönlichkeit, seinem Kern, Vertrauen zu sich selbst entwickeln und aufbauen kann. Genau, das ist es, wonach ich mich immer schon immer gesehnt habe. Diese Begegnung mit meinem Selbst wird mich ein Leben lang begleiten.
Kolumne im LECHKURIER
Der Etiketten-Horror
Kennen Sie das auch? Da hat man ein schönes T-Shirt, Hemd oder was Ähnliches günstig oder auch nicht, egal, erworben und schon geht das Theater los: Es juckt und kratzt wie verrückt, entweder in der Halsgegend, an der Taille oder an einer anderen besonders empfindlichen Stelle. Sie schnappen sich eine Schere und versuchen das eingenähte Schildchen zu entfernen. Sie entwirren zuerst mehrere Fäden, um an den Faden, beziehungsweise Naht heranzukommen, die das störende Etwas mit dem Kleidungsstück zusammenhält.
Zu ihrem Schrecken entdecken Sie, dass dieser Faden, den Sie mühevoll erspäht haben, wieder mit einem anderen, meist scharfen Nylonfaden verbunden ist.
Doch Sie geben noch nicht so schnell auf. Sie bohren und schnipseln mit Ihrer Schere weiter, verlieren sich vollends im Gewebe, vergessen alles um sich herum, nur um diesen einen unangenehmen Faden zu erwischen und dem Etiketten-Schildchen einen Garaus zu machen. Aber das Etiketten-Schildchen bleibt weiterhin tapfer mit dem Kleidungsstück verbunden, wie zwei Liebende, die sich nun erst recht aneinander klammern.
Doch Sie geben immer noch nicht auf und versuchen es weiter und befinden sich irgendwann außerhalb des Kleidungsstückes, weil sie ein Loch hineingeschnitten haben. Vor Nervosität zitternd beachten sie es gar nicht und haben nur ein Ziel: Diese kratzende Etikette aus Ihrem Kleidungsstück zu entfernen.
Nach gut fünf Stunden ist es Ihnen endlich gelungen, den Faden der Ursache Stich für Stich mit Ihrer extra handlich sitzenden Schere durchzuschneiden und bemerken zu spät, dass sich gleich die Parallelnaht aus Höflichkeit mit aufgelöst hat.
Jetzt ist guter Rat teuer. Entweder Sie relaxen jetzt demonstrativ, geben sich von Ihrer leicht misslichen Stimmung her, nicht geschlagen und nähen das Kleidungsstück sorgsam Naht für Naht wieder zusammen oder Sie geben es zur Caritas und kaufen sich einfach ein neues Teil.
© Gudrun Kropp, Journalistin und Schriftstellerin aus Schongau/Oberbayern
Nie wieder Krieg
So sagt man es
Schon seit Generationen
So hat man es schon gesagt
Nach dem ersten
Nach dem zweiten
Weltkrieg
Nach jeder nationalen
Und internationalen
Auseinandersetzung
Nie wieder Krieg
Und immer wieder
Geschehen
Erneute Greueltaten
Ist es nur
Bei den Worten geblieben?
Die dringende
Bewusstseinsveränderung
Aber blieb aus
Sie lässt noch auf sich warten.
Der Zugang zu unserem Selbst
Und unseren Gefühlen
Ist versperrt
Und wir müssen uns fragen:
Haben wir aus all dem
Wozu Menschen imstande sind
Anderen Menschen anzutun
Aus all dem
Unfassbaren menschlichen Leid
Nichts gelernt?
Wie viele Opfer
Wird es in Zukunft noch geben?
Bis wir endlich
Diese Worte begreifen
Und vom Reden zum
Sinnvollen Handeln schreiten
Nie wieder Krieg
© Gudrun Kropp,
Wir haben es uns
schön eingerichtet
Wir haben es uns schön eingerichtet, uns die Menschen, die Natur, Kritisch- und Andersdenkende untertan gemacht. Wir haben es auf der Karriereleiter ganz nach oben geschafft, halten kaum noch inne, die Pflicht ruft.
Wir haben es uns schön eingerichtet auf dem Planeten Erde. Wer sollte sich anmaßen, unsere Betriebssamkeit zu stören? Was wollen wir mehr? Der Geldfluss, die Wirtschaft muss florieren, um jeden Preis. Wer nicht mitmacht, wird in seine Schranken verwiesen. Wir sind bereit jedes Opfer zu bringen, jeden Preis dafür zu zahlen und wenn es die Verachtung der Natur, menschlichen und tierischen Lebens fordert.
Wir
jagen einem Trugbild unseres Selbst nach, das alles im Griff, alles
unter Kontrolle hat. Wir knüppeln nieder, Kritik aus den
unteren Reihen, was sich an Menschlichem regt, was unsere Ruhe
stört, wer unbequem zu sein scheint.
Wer nicht auf
den fahrenden Zug aufspringt, kommt unter die Räder, sagen
wir. Und so würden wir nie von Ausbeutung reden, von
ungerechtfertigter Machtergreifung.
Wir würden nie von
Angst reden. Angst, die uns selbst unbarmherzig in die Knie
gezwungen hat, die mit uns macht, was sie will.
Wir würden nie
von Angst reden, die uns in Fesseln gelegt hat, noch bevor wir
Andere in Gefängnisse eingeschlossen haben. Die Angst, die ihre
teuflische Maske aufgesetzt hat, um uns letztendlich ganz zu
verschlingen.
So haben wir es uns schön eingerichtet mit
unserer Angst, halten sie nieder, halten sie in Grenzen, machen
sie uns zum Werkzeug, um ihre gespenstische Macht kontrollieren
zu können, um nicht vollends von ihr aufgefressen zu
werden. Unser größter Feind - die Angst?
Nein,
niemals würden wir uns diese Blöße geben.
Niemals dürfen wir
uns schwach zeigen.
Niemals dürfen es andere wissen.
NIEMALS,
NIEMALS, NIEMALS! Das ist nun mal das Gesetz der Angst!
So
haben wir es uns schön eingerichtet mit unserer Angst und
spüren nicht mehr, dass sie in dem Haus unseres Lebens immer
mehr Räume besetzt, uns die Luft zum Atmen nimmt und es nur
noch eine Frage der Zeit ist,
wann
wir
aus unserem
ursprünglich
geschenkten
Lebensraum
geworfen
werden.
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Wie Engel auf Erden könnten wir leben
Möchten
wir nicht alle im Grunde unseres Herzens, gute Menschen, ja,
vielleicht sogar ein Engel für einen Menschen sein? Wer
will schon freiwillig eine finstere, heimtückische, böse Gestalt
verkörpern? Niemand!!!
Und
doch begegnen uns im Laufe unseres Lebens sehr unterschiedliche
Menschen und von einigen, deren Begegnung uns in Erinnerung geblieben
ist, haben wir die leise Ahnung und Vermutung einem Engel begegnet zu
sein. Vielleicht weil dieser Mensch uns in einer bestimmten
Lebenssituation entscheidend weiter geholfen oder zumindest ein
kleines Licht auf unseren Weg geworfen hat.
Für
solche Begegnungen sollten wir wach sein, denn es kann uns zu jeder
Zeit ein solches Lichtwesen über den Weg laufen. Und wenn wir
plötzlich vor solch einem Lichtwesen stehen, dann dürfen wir nicht
vergessen sofort nachzuschauen, ob es auch Flügel hat.
Natürlich
nur aus dem Grund, um uns zu vergewissern, ob diese Lichtgestalt auch
wirklich ein Engel ist.
Falls
ja, dann kommt sie wahrscheinlich gerade von einer
Weihnachtskrippenspiel-Aufführung.
Aber mal im Ernst: Die, die uns am
nachhaltigsten geprägt haben, waren auf jeden Fall keine
unsichtbaren Geister, nein, es waren ganz normale Menschen wie du &
ich. Ein Engel sagte einmal zu mir in einem Traum:
"Finde dich und liebe dich selbst,
und du wirst alles haben,
was du brauchst.
Seitdem bin ich auf der Suche."
Oder
eine andere Botschaft lautete:
„Warte nicht auf einen Engel,
sei du für andere der,
auf den sie warten."
Wahrscheinlich
hat jeder das Potenzial zu einem Engel, auch wenn der eine oder
andere dies nicht zu glauben vermag. Ja, und wenn wir so skeptisch
und misstrauisch mit uns umgehen,
dann könnten wir es ja einfach mal ausprobieren.
Denn
gibt es etwas Beglückenderes, als andere Menschen und damit sich
selbst glücklich zu machen? Eines sollten wir auf jeden Fall
bedenken und das wissen wir ja:
„Engel begegnen uns immer dann,
wenn wir sie am
wenigsten erwarten."
Und
wenn Engel hier auf Erden wirksam werden, dann ist es ein
Engelmensch. Nun muss man sich fragen, was man unter einem
Engelmenschen versteht. Ich
würde sagen, es ist ein Zwischending zwischen Engel und Mensch. Und
sie haben keine Flügel wie die Engel, die direkt vom Himmel zu uns
kommen.
Jeder
von uns kennt solche Wesen. Sie sind einfach immer gut drauf - oder
meistens. In
ihrer Nähe fühlen wir uns wohl. Ja, wir fühlen uns regelrecht von
ihnen angezogen. Sie haben etwas Verständnisvolles, Annehmendes, den
anderen in seiner Eigenheit Akzeptierendes.
Diese Engelmenschen haben
aber auch total menschliche Bedürfnisse.
Sie
essen, sie trinken, sie weinen, sie lachen, sie rülpsen vielleicht
auch mal, aber sehr dezent.
Sie
sind uns irgendwie ähnlich und darum identifizieren wir uns gerne
mit ihnen.
Die
Engelmenschen können auch mal wütend werden, sich ungerecht
behandelt oder ausgenutzt fühlen. Darum können sie auch schon mal
auf den Tisch hauen.
Engelmenschen
sind sehr verletzlich, weil sie sich keine Schutzmauer angelegt
haben. Pfeile treffen sie empfindlich.
Sie
sind eben Lichtwesen, die bewusste Boshaftigkeiten nicht kennen.
Finstere und hinterlistige Gedanken kennen sie ebenso nicht oder
zumindest können sie sie gut in Schach halten.
Engelmenschen
brauchen auch Geld, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie
leben schließlich nicht von Luft und Liebe. Sie brauchen ein Haus,
Schutz, Zuwendung, Streicheleinheiten.
Manchmal besitzen sie sogar ein Telefon. Sicher gibt es auch welche, die
ein Handy besitzen.
Von außen erkennt man sie nicht gleich, weil sie
eben keine Flügel haben
oder einen Propeller am Rücken, der sie himmelwärts trägt.
Menschenengel
können wie Du & Ich sein. Zum Beispiel in einer Firma oder in
einem Kindergarten arbeiten, ein Büro leiten, Telefonanrufe
entgegennehmen oder vielleicht auch Künstler sein, dann schreiben
sie vielleicht Gedichte und Geschichten.
Sie können auch in einem
Restaurant arbeiten und die Gäste mit leckeren Speisen verwöhnen.
Jeder
von uns könnte theoretisch und mit viel Fantasie - und die brauchen
wir im Leben auf jeden Fall - so ein Engelmensch sein. Trauen wir es uns doch zu und sind
nicht zu bescheiden! Denn von den himmlischen Heerscharen, die die
meiste Zeit im Himmelschor singen, gibt es schon mehr als genug, die
haben vielleicht zu ganz bestimmten Zeiten ihre Aufgaben und ihren
Einsatz.
Doch
Engelmenschen werden zu jeder denkbaren und undenkbaren Stunde im
Alltag gebraucht. Das ist außerdem in Zeiten der Arbeitslosigkeit
ein lukrativer Job!
Und
etwas mehr gelebte Menschlichkeit könnte uns außerdem nicht
schaden.
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6 Fragen an Gudrun Kropp - Interwiev - erschienen 2007
„Lass dich fallen ... ins Leben heißt das neue Buch der Schongauer Autorin und fünffachen Mutter Gudrun Kropp – Carmen Verlag, 118 Seiten, Aphorismen. SinnSprüche & Gedichte
Wachen Sie in der Früh eigentlich schon mit einem Sinnspruch auf?
Ja, manchmal ist schon eine Idee da, und dann schreib ich sie schnell auf. Das kann auch mitten in der Nacht sein oder unter der Dusche. Dann denk` ich mir: Hoffentlich kannst du dir das jetzt merken, bis du einen Zettel zur Hand hast. Ich bin ein richtiger Zettelmensch.
Kam Ihnen heute schon so ein Spruch?
Heute nicht, aber vor zwei Tagen beim Joggen: „Bei all unseren vielen Aktivitäten, ist es doch immer der Augenblick, der zählt.
„Alles Leben ist Wagnis, heißt es in einem Ihrer Aphorismen. Was war Ihr größtes Wagnis bisher?
Zunächst natürlich meine Ehe und die Entscheidung, mehrere Kinder haben zu wollen. Aber auch die Entscheidung, meinen ganz individuellen Weg zu gehen und selbstständiges Denken zu entwickeln.
Inwiefern ist das ein Wagnis?
Die Gesellschaft macht es uns ja nicht einfach. Der angepasste Mensch wird doch viel eher akzeptiert.
Ihr neues Buch erschien im Eigenverlag. Eine Notlösung oder eine bewusste Entscheidung?
Der eigene Verlag war vor ein paar Jahren eine bewusste Entscheidung. So habe ich viele Leser gewonnen, die ein sehr direktes Feedback geben. Bei großen Verlagen muss man im Grunde schon bekannt sein, die gehen selten ein Risiko mit unbekannten Autoren ein – obwohl ich nicht mehr ganz unbekannt bin, allein schon durchs Internet und Lesungen. Ich bin aber auch mit anderen Verlagen im Gespräch, z. B. für ein Schulprojekt zum Thema „Gewalt". Man kann nicht alles im eigenen Verlag machen.
Ratgeber, Lyrik, Geschenkbuch – wo würden Sie Ihr Buch selbst einordnen?
Es ist ein Geschenkbuch, und es ist Lyrik. Mit Ratschlägen tu` ich mich etwas schwer. Ich würde es „Lebenslyrik" nennen: Lyrik, mit der man im Alltag was anfangen kann.
Interview: Magnus Reitinger, Weilheimer Tageblatt
Erschienen am 11. Mai 2007
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Herr und Frau Pfaff unterwegs im Pfaffenwinkel
Die Auerbergland – Gemeinde Altenstadt mit Schwabniederhofen
Von Gudrun Kropp
Noch beeindruckt von dem schönen Mühlendorf Schwabsoien mit all seinen Sehenswürdigkeiten, machten sich Anna und Robert Pfaff am frühen Morgen auf den Weg nach Altenstadt. Anna war mit ihrem Rad ein gutes Stück vorausgefahren, als sie plötzlich am Ortsende in Richtung Altenstadt wegen einer Kuhherde, die die Straße überquerte, halten musste. „Schau mal, die haben die Ruhe weg! rief Anna ihrem Mann lachend zu.
Der Weg zog sich etwas in die Länge und auf halber Strecke beobachtete Robert wie aus einem Flugzeug ein Fallschirmspringer nach dem anderen heraussprang. „Klar, hier muss die Kaserne angrenzen! „Das hab` ich ja noch nie gesehen! sagte Anna.
Endlich waren sie am Kreisverkehr angelangt, der ihnen den Weg in die Ortsmitte von Altenstadt wies. Vorbei an einer Pizzeria und einem Geschäft mit dem Namen: „Wohlfühl Reich hielten sie kurz an einer kleinen Kapelle, direkt am Straßenrand, an. Die Tür der Kapelle stand offen, sodass Anna und Robert einen Blick hinein werfen konnten. Auf einer der Holzbänke nahmen sie kurz Platz und bestaunten den wunderschönen Altar, der mit einem Gitter abgesichert war. In andächtiger Haltung saßen sie so eine ganze Weile.
Als sie weiterfuhren, sahen sie ein Hinweisschild zu einem Freibad. „Hier können wir doch später Zwischenstation machen und ein paar Runden schwimmen!? wandte Robert sich an seine Frau, während er sie kurzzeitig mit seinem Rad überholte. „Das ist `ne gute Idee! antwortete Anna und fügte schmunzelnd hinzu: „Hast du deine Schwimmflügel dabei?
Eines gefiel Robert an seiner Anna besonders, auch noch nach zwölfjähriger Ehe mit ihr: Ihr unnachahmlicher Humor. Wie oft hatte sie ihn schon in traurigen Stunden aufgeheitert. Aus seinen Gedanken gerissen, hörte er Anna auch schon fröhlich ausrufen: „Hier machen wir Frühstück Robert! Ich muss unbedingt was essen, sonst fall ich noch vom Rad!
Sie standen vor einem Cafe´ Bistro Aura. Gut leserlich stand es an der Hauswand. „Ach schau, hier ist auch gleich das Rathaus! Robert ging kurz über die Straße und öffnete die Rathaustür. Mit einer Ortskarte und einigen anderen Infoblättern über die Umgebung, kam er wieder heraus. Auf einem der Flyer waren die Kirchen und Kapellen von Altenstadt und Schwabniederhofen abgebildet und es standen Infos über den Rundwanderweg darin, auf dem man von Altenstadt nach Schwabniederhofen wandern kann.
„Das können wir uns ja mal in Ruhe im Cafe´ anschauen! meinte Robert. Sie hatten sich gerade auf der gemütlichen Cafe´-Terrasse niedergelassen, als eine junge Frau mit einem freundlichen Lächeln auf sie zu kam und sie nach ihren Wünschen fragte: „Wir möchten gerne frühstücken! sagte Robert. „Dann kann ich Ihnen unseren außergewöhnlichen Samstag-Frühstücksbrunch empfehlen mit viel Vollwert-Kost und frischem Obst!. „Das nehmen wir! sagten Anna und Robert beinahe wie aus einem Mund.
„Sie sind aber nicht von hier! erkannte die Frau im Cafe die beiden gleich an ihrem Frankfurter Dialekt. „Nein, wir machen hier im Pfaffenwinkel einige Wochen Urlaub!
„Gehört Ihnen das Cafe? fragte Robert neugierig. „Ja! antwortete die Cafeinhaberin und stellte sich kurz vor: „Ich bin Ute Schmid! Durch das Terrassentor sahen sie mit eiligen Schritten einen Mann aus dem Rathausgebäude kommen und schnurstracks auf die Cafeterrasse zulaufen.
„Na, so schnell des Weges? sprach Robert den Mann an. „Ja, leider, auf mich wartet um 10.00 Uhr ein Termin in Schwabniederhofen! Aber für einen Kaffee muss Zeit sein! sagte der Mann schmunzelnd. Die Cafeinhaberin begrüßte ihn mit den Worten: „Auch mal wieder hier, Herr Hadersbeck? „Hadersbeck? nuschelte Robert in sich rein. „Den Namen hab ich doch schon irgendwo gelesen? Ja, klar, im Lechkurier, dem Anzeigen- und Redaktionsblatt für den Altlandkreis Schongau. Es stand etwas über die Dorferneuerung in Schwabniederhofen drin! sagte Robert im Blick auf Anna. „Er ist Bürgermeister der Gemeinde Altenstadt mit Schwabniederhofen. „Also, wenn du mich fragst, er hat beinahe eine charismatische Ausstrahlung. So menschlich offen! schwärmte Anna.
„Ist ja schon gut! Muss ich eifersüchtig werden? frotzelte Robert mit seiner Frau herum. Annas Blick wanderte zum Bürgermeister, der sie offen anlächelte. Spontan ging sie auf ihn zu. „Es ist schön hier in Altenstadt! sagte Anna. „Wir möchten gleich noch die bekannte Basilika St. Michael besuchen!
„Ja, sie ist wahrlich ein Juwel und von hoher kunsthistorischerund sogar als Denkmal von nationaler Bedeutung eingestuft! antwortete der Bürgermeister.
„Mit der im Jahre 1812 in ein Wohnhaus umgewandelten ehemaligen St. Lorenzkirche am Nordende des Ortes, besitzt Altenstadt ein weiteres bedeutendes Baudenkmal und ein Zeugnis seiner langen und herausragenden Geschichte. Aber auch unsere gotische Kirche Hl. Kreuz in Schwabniederhofen, ist seit der Renovierung ein Kleinod und einen Besuch wert! Der Kirchenrestaurator Paul Ressl hat die Renovierung der Marien-Kapelle und der Ignatius-Kapelle durchgeführt und im Jahr 2009 beendet.
Die auf einer Anhöhe gelegenen Hubertus-Kapelle in Schwabniederhofen ist im Jahr 2000 erbaut worden. erklärte der Bürgermeister lächelnd den Urlaubern.
„Ich interessiere mich sehr für historische Gebäude! unterstrich Anna. „Dann würde ich Ihnen den Kirchen- und Kapellenrundgang von Altenstadt nach Schwabniederhofen empfehlen! antwortete das Ortsoberhaupt.
„Ach ja, der neue VIA CLAUDIA PLATZ in Altenstadt, der am 03. August 2008 offiziell eröffnet wurde, ist ebenso eine Besichtigung wert wie das Strumpfmuseum neben der Firma Vatter, die Fabrikverkauf anbietet. Hier wird die Geschichte der Strumpfherstellung sehr anschaulich erklärt. Viele Unikate wie zum Beispiel Handstrickstrümpfe aus dem Jahre 1850 oder der 1. Perlonstrumpf der Welt können bewundert werden.
Und noch was: Unser Schwabniederhofener Kulturzentrum, kurz „Kulze genannt. Hier werden das ganze Jahr über interessante, weit über den Pfaffenwinkel hinaus, tolle Aufführungen geboten wie zum Beispiel von den Studenten des Studiengangs Schauspiel der Bayr. Theaterakademie jedes Jahr mit einem neuen Stück. Dieses Mal traten sie mit dem Märchen für Kinder und Erwachsene auf: „Juxus wollte doch nur helfen. Es war klasse, ich hab`s gesehn! sagte der Bürgermeister nicht ohne Stolz. „Aber auch Musikaufführungen der Extraklasse gibt es. Einfach mal ins Jahresprogramm schauen!
„Oh, ich muss weiter! Es war sehr schön, Sie kennen gelernt zu haben! verabschiedete sich der Bürgermeister mit Blick auf die Uhr, sehr abrupt.
„Hast du gesehen wie charmant er mich angelächelt hat? drehte sich Anna zu Robert um. „Wir zahlen dann! rief Robert der Cafeinhaberin zu. Hinter sich die Tür schließend sagte Anna zu ihrem Mann: „Ich hätte schon Lust den Wanderweg nach Schwabniederhofen zu gehen, aber ich brauch unbedingt bequeme Schuhe. Wir sind doch an einem Geschäft mit dem Namen: Wohlfühl Reich vorbeigekommen, weißt du noch? Ich meine, ich hätte etwas von Schuhen gelesen! gab Anna Robert zu verstehen.
Im Geschäft angekommen, wird Anna sehr freundlich von dem Geschäftsinhaber Peter Ziob beraten. Und er bietet ihr auch gleich noch eine Fußpflege und eine Massage an.
„Das sollte ich mir mal gönnen, was meinst du? „Ja, weil du es mir wert bist! gab Robert zurück. „Ich sehe auch Badeartikel hier! rief Robert Anna zu, die sich schon auf einem bequemen Stuhl niedergelassen hatte, um ein paar Schuhe anzuprobieren.
„Ich leiste mir dafür mal eine neue Badehose! Wir wollten doch noch ins Freibad in Altenstadt! sagte Robert mehr zu sich selbst als zu Anna. „Dann gehen wir eben morgen den Rundwanderweg nach Schwabniederhofen! antwortete Anna.
„Sie werden sicher nicht enttäuscht sein von dem Wanderweg, denn wenn Sie die längere Strecke gehen, kommen Sie zum wohl schönsten Punkt des Wanderweges, zu der Hubertus-Kapelle. Von dort aus haben Sie einen wunderbaren Blick über die gesamte Alpenkette. Blumenwiesen säumen die Kapelle und Bänke laden zur wohlverdienten Rast ein. Im Gasthaus Janser, gleich neben der Kirche, können Sie übrigens gut einkehren, bevor Sie wieder zurück auf den Spuren der Römer über die VIA CLAUDIA nach Altenstadt wandern! erklärte der Geschäftsinhaber.
„Aber vorher müssen wir unbedingt noch zum Max Sedlmeier ein Bierchen trinken! wirft Robert ein. „ Der hat doch erst vor kurzem seine Maxbrauerei Biermanufaktur im Ortskern Altenstadt im historischen Musslhof in der Lorenzstraße 14 eröffnet! Das hat mir ein Freund erzählt, der kennt den Max. Das ist ein ganz sympathischer junger Mann!
„Klar, wenn wir schon hier in Bayern sind, dann richtig! Stimmt`s? Ausruhen können wir uns dann wieder, wenn wir zu Hause sind! bekräftigte Anna.
www.altenstadt-oberbayern.de
Erschienen in "FreiZeitSchrift" für den Pfaffenwinkel und dem Fünfseenland
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„Tanzen ist Sein im Hier und Jetzt!
von Gudrun Kropp
Schongau – „Tanzen ist auch wie das weite Meer – immer in Bewegung. Es ist wild, kraftvoll und grenzenlos in seiner Freiheit! Oder: „Tanzen holt mich ab, nimmt mich mit! So beschreibt Damaris ihr Gefühl, das sie beim Tanzen überfällt.
Ulli ist Ballett-Lehrerin, sie sieht ihre Gefühle beim Tanzen in folgenden Worten wiedergegeben: „Tanzen ist Träumen mit den Beinen!
Fasziniert von der Perfektion der Darbietung der einstudierten Schritte und Bewegungen, erlebe ich hier in der Balletschule Schongau eine Jazztanzgruppe von 13 Frauen ... live!
Mir fällt die unglaubliche Power, die Hingabe und Begeisterung dieser Frauen auf, die sich einmal in der Woche, am Mittwoch um 19.30 Uhr hier im Studio treffen.
Gerade versucht Silvia ihre Gedanken, die sie beim Tanzen bewegen, in Worte zu fassen: "Ich kann einfach vom Alltag abschalten. Bin dann ganz hier!"
Herbert Groß der die Tanzgruppe auf die Ballettaufführung mit HipHop, Step-Dance und Jazzeinlagen am 07. und 08. Nov. 2009 im MODEON, Marktoberdorf vorbereitet, hat als „Vortänzer natürlich keinen unerheblichen Anteil daran, dass die Frauen mit soviel Spaß und Motivation dabei sind. Es ist inzwischen das 3. Mal, dass sie öffentlich auftreten.
Nach der Trainingsstunde sitzt man noch in lockerer Atmosphäre zusammen und erzählt sich dies und das. Auf die Frage hin, wie es ihm in der Frauentanzgruppe geht, sagt er lachend und leicht verschmitzt: „Die Gruppe ist echt gut! Eine super Leistung, die sie zeigen. Ich habe einen Heidenrespekt vor den Frauen und ihrer sagenhaften Entwicklung! Ich tanze seit 30 Jahren!
Auch er gibt in einer fast poetischen Aussage seine Einstellung zum Tanzen wieder: "Tanzen und Liebe kennt kein Alter!"
Die Unterhaltung geht an diesem Abend noch lebhaft weiter. Jemand ruft mir plötzlich zu: „Tanzen verbindet jedes Alter, weil der Spaß und die Freude an der Bewegung überwiegt! Und es tanzen bei uns alle Altersgruppen zusammen!
Ich erfahre auch, dass sogar zurzeit drei Generationen des weiblichen Geschlechts gleichzeitig in einer Tanzstunde hier im Studio zusammen tanzen. Das Enkelkind, Mutter und Großmutter.
„Ist schon etwas Nervosität vor dem großen Auftritt im Spiel? frage ich in die Runde.
„Bis jetzt noch nicht! ist die Antwort.
Die derzeitige Frauenjazztanzgruppe ist nicht statisch, sie verändert sich durch neue Tilnehmer. Es kann jederzeit jemand dazu kommen oder einfach mal in eine Übungsstunde reinschnuppern.
„Hier ist jeder, der Spaß am Tanzen hat, willkommen! Wir unterrichten Klassisches Ballett, Jazz-Dance, HipHop und Step-Dance sagen Gitti Frommhold-Horber, Ballettpädagogin (R.A.D.T.C.) / Gymnastiklehrerin und Ulrike von Grawert-May, Ballettpädagogin. Sie leiten gemeinsam die Ballettschule.
Der Ballettabend wird wieder einen klassischen Teil haben „Die Perlenkette: Drei Schwestern, die fiese Liese, die miese Liese und die liebe Liese streiten sich um eine verschwundene Perlenkette. Die Suche danach zieht Szenen aus verschiedenen bekannten Märchen nach sich. Der 2. Teil besteht aus Tanz (HipHop, Jazz- und Steptanz). Der Zuschauer erlebt wie „ohne Worte Gefühle ausgedrückt werden können.
250 Tänzerinnen und Tänzer aller Tanzgruppen bieten ein unterhaltsames Programm mit vielen Facetten.
Erschienen 2009 in der "FreiZeitSchrift" für den Pfaffenwinkel und dem Fünf-Seen-Land
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Eine wöchentliche Kolumne im Lechkurier
Am Rande bemerkt …
Die andere Seite des Winters …
Melde gehorsamst, meine Winterreifen aufs Auto montiert zu haben! Besser gesagt: ... montieren lassen zu haben.! :-) Nun steht dem Einzug des Winters also nichts mehr im Wege. Ich weiß genau. dass der Winter mit seinem Kommen, Schneefall, Frost und all den Sperenzien, extra auf mich gewartet hat, bis ich so weit gerüstet bin. Das finde ich sehr aufmerksam von ihm.
Überhaupt ist der Winter gar nicht so gefühlskalt, wie angenommen. Vielleicht sollten wir mal unsere Vorurteile dem Winter gegenüber aufgeben. Er kann nämlich auch sehr mild sein, wenn er will.
Klar, kann er sich auch knackig kalt geben, je nach Laune. In seiner Gegenwart kann einem schon mal der Atem in der Luftröhre gefrieren. Der Winter ist eben immer für Überraschungen gut.
Ach ja, Sie kennen wahrscheinlich nur den Herrn Winter. Neulich ist mir die Frau Winter begegnet. Ehrlich gesagt, kannte ich sie vorher noch gar nicht und sagte gleich zu ihr: "Ich dachte immer, der Winter ist männlich?" worauf Frau Winter antwortete: "Ja nun, im Zuge der Gleichberechtigung wurde es ja langsam Zeit, dass der weibliche Aspekt des Winters mal zum Vorschein kommt!"
Ich lächelte und sie lächelte zurück und zeigte ihre warmherzige, feminine Seite. Und während wir uns weiter unterhielten, kam uns Herr Winter entgegen. Als er Frau Winter sah, schaute er ganz verlegen.
"Kennen Sie sich?" fragte ich Herrn Winter. "Nein, noch nie gesehen!" antworteten beide etwas verwirrt. Herr Winter ließ sich aber gerne auf ein Gespräch mit Frau Winter ein. Und während sie sich lebhaft unterhielten, lachte Frau Winter und war augenscheinlich sehr erfreut über das Zusammentreffen.
Und Herr Winter taute in ihrer Gegenwart allmählich auf und er lachte ebenfalls. Das war für einen Herrn Winter sehr ungewöhnlich. weil er sich lieber kalt und unberechenbar gab.
Ich verabschiedete mich höflich und sah, während ich mich zwischendurch umdrehte, dass die Beiden Arm in Arm ihres Weges gingen und sich nicht mehr aus den Augen ließen ...
Ich wünsche Ihnen eine milde Woche -
Ihre Gudrun Kropp