Gudrun Kropp, Autorin

nachdenkliche-gedichte - Gudrun Kropp - Autorin - DesignBlog
Diese Texte sind im Verlauf mehrerer Jahre entstanden und zum großen Teil schon veröffentlicht. Das Copyright ist unbedingt zu beachten!

Gedichte - für Kinder
und Erwachsene

Ein Wunder

Ein Wunder brauche ich
Gibt es Wunder eigentlich?
Es ist unfassbar
diese Frage stellt sich mir
seit Langem schon
Doch gibt es Wunder jeden Tag
stell ich mich vor den Spiegel
und sehe mich
kann es nicht fassen:

Denn dieses Wunder
das bin ICH

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Was ist dein Traum?

Was ist dein Traum?
Schreib ihn in ein kleines Buch.
Sei mutig und vertraue dir,
dass dieser Traum
eines Tages in Erfüllung geht.
Bewahre dieses Büchlein auf,
wie einen Schatz.
Vergiss es nie und glaube
jeden Tag daran,
dass im Leben
nichts unmöglich ist
und dass dein Traum
einmal wahr werden kann.

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Auf dem Flohmarkt

Auf dem Flohmarkt
da geht es lustig zu
Früh am Morgen kommen
noch wenige Leute
doch plötzlich sind die Stände
von Menschen belagert
im Nu.
Du suchst für dich
etwas ganz Originelles
und Preiswertes obendrein
Hier und da bleibst du stehen
kramst in den Sachen herum.
Hätt` ich doch bloß mehr Geld
im Portemonnaie, denkst du,
wie dumm.
Du willst etwas Besonderes,
doch was es sein soll
das weißt du noch nicht

Und plötzlich stehst
du vor diesem Stand
und findest
dieses 1 €uro - GEDICHT.


© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Am Hauptbahnhof

Am Hauptbahnhof,
da kannst du viel erleben.
Du triffst hier viele Leute,
die einmal hier hin
und einmal dahin reisen.
Die Menschen,
sie sind ständig unterwegs.
Du stehst da und beobachtest sie:
Die Frau da drüben
kratzt sich am Knie.
Der Mann am Fahrkartenschalter
ruft seinen Freund, den Walter.

Ein älterer Mann, schleicht sich heran.
Er guckt sich hilflos um.
Die Menschen eilen an ihm vorbei
und bleiben stumm.

Gerne wärest du noch
am Bahnhof geblieben.
Du schaust auf die Uhr:
Es ist aber schon nach sieben.
Du kaufst dir schnell noch
eine Schokolade.
Da kommt auch schon dein Zug
und du denkst: Wie schade!


© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Manchmal

Manchmal kannst du Dich
ganz und gar nicht leiden
und weißt
noch nicht einmal warum
Doch mache Dir nichts draus
es nimmt dir niemand
krumm

Am besten setzt du dich
still auf einen Stuhl
lauscht in dich hinein
und fragst dich
was genau es ist
das dich so traurig macht
und warum für dich
ausgerechnet heute
nicht die Sonne lacht

Dann schaue zum Himmel auf
und schreibe einfach
deine Gedanken

auf ein Stück Papier
lege es sorgsam an einen
guten Platz
und es wird dir gleich
viel besser gehen
glaub es mir


© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Du suchst

Du suchst
Nach dem Grund
Deiner Selbst
Unsicherheit
Deiner Verletzlichkeit
Lässt dich
Auf Unbekanntes ein

Begibst dich
Auf unsicheres
Terrain

Im Grunde
Bist du auf dem
Richtigen Weg

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau



Sprache


Nicht nur Trägerin
Von Informationen
Nicht nur
In der Hetze des
Alltags herausgepresst

Nicht nur aus
Pflicht und Gewohnheit
Gebraucht

Nein – im Hören
Auf den Klang
Und der Schönheit
Des Wortes
In der Ruhe gesprochene
Laute
Begreife ich

Vielleicht zum ersten Mal
Was hinter dem Wort
Steht
Das von den Lippen weicht:
Nämlich
Schöpferische Kraft
Von künstlerischer Anmut
Denn

Im Anfang war das WORT


© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Mut haben

Einmal  seine Wegstrecke
In die entgegengesetzte
Richtung gehen laufen

Einmal  den ausgetretenen Pfad
Verlassen
Ihn aus einer völlig neuen Perspektive
Betrachten
Bewusst die Blickrichtung ändern
Und doch die Gewissheit
Haben auf dem Weg
Zu sein

Einmal das Gewohnte
Durchbrechen
Sicherheiten aufgeben
Einmal nur für mich

Um die eigene Wahrnehmung
Umzuprogrammieren
Um sich wieder neu
Lebendig zu fühlen

Einmal  sich einlassen
Auf Unbekanntes
Einmal das Vertraute verlassen

Einmal nur für mich

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Du glaubst

Du glaubst, nicht gut genug
Zu sein
Nicht den Maßstäben
Der Gesellschaft
Zu entsprechen

Du weißt dass dein Cool-sein
Dein Über-alles-drüber-stehen
Nur gespielt ist
Dass Du dich nicht wirklich
So fühlst.

Du sagst, andere tun es doch auch
Du willst nicht herausfallen
Aus der Masse
Um keinen Preis
Selbst wenn es dich
Den Verzicht
Deines Selbst kostet.

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Ausweglos

Ausweglos ist deine Situation
sagst du, wenn nicht
ein Wunder geschieht

Und du wartest auf
(d)ein Wunder

Ausweglos wird alles bleiben
wenn du nicht begreifst
dass du selbst
das Wunder bist

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Traue dich zu leben

Traue dich zu leben
mit deinen Gefühlen
und nehme auch wahr
den Menschen
neben dir
dass du auch
seine Zerbrechlichkeit
verstehst

Man kann es
mit dem Wort „Zärtlichkeit“
ausdrücken
die dir die richtige Sicht
über dich
und deinen Nächsten gibt

Sollen doch die anderen
sagen
das hätte etwas
mit Schwachheit zu tun
so kann man
im Leben
nicht vorankommen ...

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


DU ...

DU bist mein Lebenselixier,
DU bist der Atem,
der durch meinen Körper strömt,
DU bist die Kraft des Denkens
und der Gefühle.
Ohne dich könnt ich nicht sein,
ohne dich bin ich allein.

DU bist der Grund,
dass ich lachen
und auch weinen kann.
DU bist das Feuer,
das mich entfacht,
DU bist bei mir,
gibst auf mich Acht.
DU bist der Grund,
auf dem ich steh,
der beste Freund,
mit dem ich geh.
DU bist die Musik,
die mich betört,
das Gegenüber,
das mich hört.

DU bist die Kraft,
die mich umgibt.
Du bist der Eine,
der mich unsagbar liebt.

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Ein Lied auf die Selbstliebe

„Ich möchte ein Lied verfassen
auf die Liebe zu mir selbst.
Es wäre schön, wenn Du
mit einstimmen könntest“:

„Ich liebe mich!“
von ganzem Herzen,
mit allem was ich bin.

„Ich liebe mich!“
wer wird mir das verwehren?
Es ist schon lange dran,
mein Bild von mir
ins rechte Licht zu rücken.

„Ich liebe mich!“
... ich schrei` es laut hinaus,
bis auch der weit
entfernteste Mensch
am Fuße des Himalayas
es wahrgenommen hat.

„Ich liebe mich!“

Kannst Du die Sehnsucht
danach verspüren?“

Zuerst ganz leis`,
kaum wahrnehmbar,
doch dann hallen Worte
wie ein Echo
aus einer tiefen Felsenkluft
deutlich an mein Ohr:

„Mensch, ich liebe Dich!“


© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Der Mensch

Der Mensch
Zur Liebe
Bestimmt

Höchste Würde
Berufung
Ein göttliches
Gegenüber
Zu Sein

Der Mensch

In seiner Blindheit
Schlägt
Die Chance
Seines Lebens -
Aus

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Lebens-Sinn

Lebenssinn

Sinn
Des
Lebens

Liebe?

Wer sagt mir

Wer weiß
Von einem
Anderen

Sinn- Vollerem?


© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Ohne ein ICH

I – Identität
C – Charakter
H – Herz

Bist du
Nur die
Fälschung
Eines
Originals

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


In der Wirrnis dieser Zeit

In der Wirrnis dieser Zeit
Liegt es auch in unseren Händen
Welche Wende
Unsere Welt
Nimmt

Denn am Ende
Dieser Zeit
Zählt nur
"Was hast Du getan?"
Es zählt nicht mehr
Dein Wenn und Aber

Es zählt einzig und allein
Nur Deine Tat


© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Hinter den Kulissen


Normen
aufrechterhalten
Menschen werden zu Werkzeugen
derer die hinter den Kulissen
arbeiten
sie helfen Individuen
zu steuern
Fäden in der Hand zu behalten
vereinfachen das Miteinander
So werden Machtsysteme
aufrechterhalten

Und wir?
Wir stehen für dieses Spiel
für die Filme des Lebens
die frei Haus geliefert werden
zur Verfügung
fragen nicht einmal
nach dem Regisseur

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Wir sind stark

In der Masse wiegeln
sie sich auf
sie grölen schreien
einer schreit lauter
als der andere

Sie sehen nichts,
sie spüren nichts
dass unser Planet
brennt

Sie leben
auf einem Pulverfass
und noch immer
sagen sie:
Der Einzelne zählt nicht

Wir sind stark


© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau

Dein Weg

Dein Weg ist dir zu beschwerlich geworden.
Du hast tapfer durchgehalten,
bis zu dieser Wegbiegung,
da hat sich ein Engel zu dir gesellt
und dir zugeflüstert:
"Bleibe stehen und ruhe dich aus!"

 © 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Ich wünsche mir einen Freund

Einen, der es ehrlich mit mir meint
Einen, der meine Seele liebt
Einen, der mich wirklich kennt
und neben aller Unvollkommenheit
doch die wahren Beweggründe in mir sieht.

Ich wünsche mir einen Freund.

Einen, der mir selbst dann vertraut
und an mich glaubt
wenn es mal nicht so rosig
mit mir steht

Ich wünsche mir einen Freund
Einen, für den nicht nur
Sichtbares zählt
Einen, der bereit ist
mich immer wieder neu
zu entdecken
Einen, der mit mir durch dick und dünn
zu wagen geht
Einen der unablässig
mit mir gemeinsame Ziele anstrebt.

Ich wünsche mir einen Freund
dem ich mich ganz anvertrauen kann.
Diesen Freund und gerade diesen,
finde ich bestimmt,
irgendwann
und wenn ich dafür
die Welt halte an.

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Umarmung

Wenn wir einander umarmen,
sind wir dem Himmel sehr nah.

Wenn wir einander umarmen,
wird es hell in uns und
Liebe kann fließen.

Wenn wir einander umarmen,
ist es, als würde ein Lichtstrahl
unser Herz berühren.

Wenn wir einander umarmen,
wird der Engel in uns frei.

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Die Seele

Ein Stimmungsbarometer:
Manchmal stürmisch
dem Wetter gleich

Braust auf wie der Wind
trotzig wie ein Kind

Strahlt hell wie die Sonne
dann wieder der Blick vernebelt
sieht die schönen Seiten
des Lebens nicht

Weint in traurigen Stunden
in Regentropfenmanier
Oft kalt und unberechenbar
von düsteren Gedanken beherrscht
sendet Donner und Blitze aus.

Die Seele - ein immerwährendes
Auf und Ab
im Lauf der Zeit
Doch letztlich
tief innen verletzlich

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Ohnmächtig

Ohnmächtig – in Zwängen gefangen sein –
Kampf der Toten und dennoch
nach Leben sich Sehnenden
im Totenreich, in dem es schon lange
nicht mehr um Leben und das Wiedererlangen
von Leben geht.

Ein Reich, ein Ort, in dem der Sieger
schon fest steht, bevor
der Kampf begonnen hat.

Ohnmächtig, der, der als noch Lebender
mit Waffen kämpft, die im Totenreich
keine Schlagkraft haben.

Tot dieser Jemand. Und dennoch
die Sehnsucht nach Lebendigkeit,
die ihm immer wieder eine beinahe
gespenstische Widerstandskraft gegen
die vorprogrammierte Niederlage verleiht.

Kampf gegen das Leben oder den Tod?
Niemand weiß es so genau.
Nur Einer, der sich hämisch grinsend
und selbstherrlich auf seinem Sessel,
der einem Thron gleicht,
niedergelassen und bequem
gemacht hat,
um das seit unzähligen Zeiten
sich immer wiederholende
Schauspiel, der zum Tode Verdammten
mit einem Hauch von Sinnlichkeit
und Begierde genussvoll, heiter
und mit purer Freude
in sich aufzusaugen.

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Das Böse

Das Böse
Es arbeitet mit List Betrug
Und Täuschung

Die geschürte Angst
Als mächtiger Begleiter
Hat so manches
Schwache Herz zerfetzt

Das Böse
Zeigt ein maskenhaftes
Stelldichein
Es kämpft um Seelen
Lockend ihrer begehrend

Kindliche Seelen die nicht
Wissen um des Teufels Glut

Das Böse
geht umher wie ein brüllender
Löwe und sucht
wen es verschlingen kann

Als Mensch getarnt
Lässt es sich feiern
Gewissenlos und ohne
Regung des Gemüts
Führt ES sein Werk
In freudig-grinsender Begierde
Und Wohlgemut

Zu spät erkennt
Der Ahnungslose
Die Fänge in die
Er einst geriet

Das Böse lacht mit
Schauderhafter Stimme
Hat ES doch wieder mal
Geschafft
Ein Opfer einzufangen

Allein das Herz
Das sich nicht 
In seine Gewalt begab
Wird überleben
Mit einer Kraft
Die ihm das Schöpferische
Gab und
Seine angeboreren Sinne


© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Der Mensch

Der Mensch vom Menschsein
los-gelöst

rückgratlos
kraftlos
fantasielos
gewissenlos
gefühllos
schamlos
anspruchslos
kopflos
willenlos
charakterlos
machtlos
verantwortungslos

erbarmungslos
identitätslos
seelenlos
vom
eigenen Selbst-los

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Anspruchslos sein

Wir lernten anspruchslos,
passiv zu sein,
um keinen Preis aufzufallen,
noch nicht einmal
eine eigene Meinung
zu haben und das Wort
„Ich“ zu meiden.

Wir lernten
Unrecht schweigsam
hinzunehmen,
uns irgendwie durchzuschlängeln,
rein des Überlebens willen
und nennen uns
dennoch
mit dem Brustton
der Überzeugung
MENSCH.

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Verlorenes Menschsein

Erst wenn unsere Gärten
zu Steinwüsten
geworden,
jeder Quadratcentimeter
Boden asphaltiert
und zubetoniert,
die Insekten für immer
ausgestorben sind,
weil sie keine Nahrung
mehr finden,
wenn uns und unseren Kindern
ihre Gefühle
und ihr selbstständiges Denken
abtrainiert wurden,
erst dann werden wir
erkennen,
dass wir unser Menschsein
verloren haben.

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Wunder geschehen

Wunder geschehen
Wenn du es willst

Du suchst schon lange
Nach einem Gegenüber
Das deine Sehnsucht stillt
Es ist in dir
Lass dich ganz fallen
In diese Wunderhand
Die nur darauf wartet
Dir dein Bestes zu geben

Sag einfach: Ich will
Und glaube daran
Dass Unmögliches
Möglich werden kann

Erwarte ALLES vom Leben -
Wenn dein Verstand
Auch dagegen spricht
Und sich deine Gefühle
Im Kreise drehen

Du wirst erleben:
Wunder geschehen
Wenn du es willst

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Schönheit

Ein Wort
So oft gebraucht
In Bild und Buchstaben
Täglich vor unsere
Augen gemalt

Beinahe unkritisch
Übernommen

Fragen wir doch
Wer sind die
Die für uns
Diesen Begriff
Festlegen?

Haben wir doch
Den Mut
Uns selbst
Ein Bild
In unserem Inneren
Zu entwerfen

Bestimmen wir doch
Was wahre
Schönheit ist

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Schönheit - ein Wort


Ein Wort, das mir bei stiller
Betrachtung beinahe
den Atem nimmt

Schönheit ist nicht nur
was sich von meinem
menschlichen Auge
wahrnehmen lässt

Schönheit der Seele
so zart und zerbrechlich
mit kindlicher Anmut
zu vergleichen
ohne Falsch
und ohne Maske

Schönheit ist Licht
gibt die Sicht frei
für Wesentliches
berührt mich still
fast unbemerkt

Schönheit so unergründlich
ich will mich immer wieder
jeden Tag neu
auf den Weg machen
diesem Geheimnisvollen
auf die Spur zu kommen

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


LEBEN


Bist DU für mich
was DU von DEINEM
Namen her versprichst?

LEBEN
lebe ich DICH würdig
ist es lebendig genug
um LEBEN genannt
zu werden?

LEBEN DU
das DU in keinen Rahmen
passt
auch menschliches Dasein
DICH nicht zu erfassen
vermag

LEBEN
kann ich nur im
Wissen um eine 
Dimension
der Ewigkeit

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Nein, ich will keine Heilige sein

Ich will keine Heilige sein
Nur menschlich will ich sein
Den anderen verstehen
Nur nicht geistlich abgehoben
Hochtrabend daher reden
Einfach nur Mensch will ich sein

Mich mit Anderen freuen
Mit Anderen traurig sein
Ihre Sorgen und Ängste verstehen
Nicht über – sondern neben
Dem Anderen stehen
Im Vorbeigehen
Den Mitmenschen segnen

Nein, ich will keine Heilige sein
Schon gar nicht auf Wolken schwebend
Nicht hochmütig fromm
Heilig klug
Und in der Sprache Kanaans reden
Ich will mich ganz natürlich
Menschlich geben

Denn als Heilige
Muss ich vollkommen sein
Wie sehr trügt uns doch
Unser von außen gesteuertes
ICH und Alles ist Schein -
Auch der Heiligenschein

Ich will aus dem eigenen Selbst
Heraus entscheiden
Aus der Stärke der eigenen Instanz
Und die ist sehr menschlich
Oder doch auch heilig
Nicht ganz denkst du -
Doch unser Schöpfer
Sagt es uns zu

Ich will niemals herrschen
Und Schwache unterdrücken
Nein niemals will ich eine
Heilige sein
So tun, als wäre ich näher am Ziel
Schwebte über dem geistigen
Horizont der Erde entrückt
Fühlte mich dem Himmel
Sehr nah

Ich weiß wir Menschen
Sind unendlich geliebt
Von einem der der Ursprung
AlLLEN LEBENS ist
Wie unfassbar herrlich
Dass es DICH - gibt!

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Mein Leben


Mein Leben – ein Kunstwerk
Erfahrungen von Dunkel und Hell
sind kunstvoll in mein Leben
eingefügt und miteinander verwoben.

Loslassen, vertrauen,
an mir geschehen lassen.
Selbst sinnlos Scheinendes,
muss sich dem Ganzen fügen.

Jede Wegstrecke
jeder Bestandteil meines Lebens,
wird gebraucht,
um als MEISTERSTÜCK
vollendet zu werden.

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Ich will

Ich will
mich distanzieren
von denen
die mir sagen:
Ich bin noch nicht
gut genug
Ich bin noch weit entfernt
von dem Ideal
das ich sein sollte

Ich will
mich nicht mehr
verkrampfen
bei dem Bemühen
und Anstrengungen
vor mir selbst?
Vor einem höheren Selbst?
Vor wem
richtig dazustehen?

Mein Gegenüber
Mein Gott
sieht mich
als ernst zu nehmende
Persönlichkeit
im Denken
in meinen Gefühlen
und Willen

Nur von diesem Ansatz her
kann mir
mein Leben gelingen

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Das Spiel der Erwachsenen

Sie spielen Krieg,
sie spielen mit dem Vertrauen
von Menschen,
sie spielen und pokern
mit falschen Karten,
sie spielen anderen etwas vor,
sie spielen mit der Wahrheit,
sie spielen mit dem Feuer,
sie spielen den Starken,
den Mächtigen,
den Allwissenden, den Klugen,
sie spielen Schöpfer,
sie spielen mit der Gefahr,
sie spielen mit dem Leben,
sie ver- spielen ihre Chance.

Es ist Zeit, die Welt
mit den Augen eines Kindes
zu sehen.

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


das spiel der Kinder


kind sein
höhlen bauen
verstecken spielen
die Zeit vergessen
vertrauen haben
luftschlösser malen
träume leben
neues wagen
nach gott fragen
einfach denken
spontan sein
mitleid empfinden
gefühle zeigen
der sonne ins gesicht
lachen
mut zur unvollkommenheit
haben
an wunder glauben,

lebenskünstler sein

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau
2024
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