Gudrun Kropp, Autorin

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Oh Leberkäs', oh Leberkäs'

Oh, Leberkäs', oh, Leberkäs'
wie oft ich deinen Namen les'
Ich bin schon ganz auf dich versessen
und würd' dich ja viel öfter essen
wenn nur die Kalorien nicht währ'n
und sich mein Mann
würd' über meinen Bauchumfang
beschwer' n

Oh, Leberkäs' oh, Leberkäs'
wie liegst du so verführerisch
beim Metzger auf dem Ladentisch
Du bist so heiß und appetitlich lecker
Die Semmel, die dich hält schön warm
die gibt's sogleich beim Metzger oder Bäcker

Es soll doch Leute geben
die dich mit Senf bestreichen
Doch pur schmeckst du
besonders gut
das ist nicht zu vergleichen

Oh, Leberkäs', oh, Leberkäs'
ich seh' dich oft
und ess' dich selten
doch sollte ich mich dafür schelten?
Die Schmach, sie bricht mir
fast das Herz
es ist ein ganz gemeiner Schmerz

So steigt dein lieblicher Geruch
mir weiter in die Nase -
Was soll's?
Es wird vergeh'n
die Drangsalphase

Oh, Leberkäs' oh, Leberkäs'
so bleibt mir weiterhin
und immer wieder auf's Neue
dein bloßer Anblick nur
der erspart mir Kalorien
und hinterher die Reue ...

... doch eines Tages schlag' ich zu ...
und verdrück' gleich
zwei Stück Leberkäs' im Nu!!!

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Rund um die Weißwurst

von Gudrun Kropp (einer „Preißin“)

In Bayern ist die Weißwurst sehr beliebt.
Aber eines hab` ich nicht gewusst,
dass es diese Wurst am Münchner Hauptbahnhof
in Marzipan auch gibt.

Ob rausgezuzelt oder ganz aus der Wurschthaut
geschält, wer glaubt, es gibt nur eine Art
sie zu essen, hat weit gefehlt.

Die "Preißen", so sagt man, stellen sich
bei der Weißwurst- Prozedur besonders
dumm an.

Die Bayern müssen`s ja wissen.
Einen Weißwurst-Äquator, so sagen sie,
haben sie auch schon erfunden und necken
damit die Preißen.
Die denken sich wiederum:
Auf den können wir echt ... ähm ...
Was machen die Bayern doch bloß
für ein Gedöns um ihre Würste,
die Weißen?

Der Norden, hat schließlich außer
kulinarische Köstlichkeiten noch viele
andere Reize und Sehenswürdigkeiten
zu bieten.
Die weite, schöne Landschaft lädt zum Wandern
und Fahrrad fahren ein.
Räder gibt es, wie jeder weiß, haufenweise
zu mieten.

Denn vom vielem Weißwurst- Essen
bekommt der Bayer, und das behaupten
wieder die Preißen, einen Ranzen,
da bringt das „Schuh-Plattlern“ auch nicht viel
und im Bierzelt tanzen.

Ist doch egal, ob Bayer oder Preiße,
wir wollen die Feste feiern wie sie kommen,
mit Würsten „Rote oder Weiße.“

Nun gehen mir langsam die poetischen Worte aus.
Drum machen wir`s kurz und kommen wieder
auf die Weißwurst und ihre Jahrzehnte lange Tradition
an sich zurück ...
für die Bayern ist und bleibt sie ihr bestes Stück!


© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Der Briefabschluss

Für Einen, der mit dem Briefeschreiben
nicht zum Ende kommen will:

Nun wollen wir endlich Abschied nehmen
und uns nicht länger grämen
Der nächste Brief von dir
ist doch gewiss
schon auf dem Weg zu mir

Was wäre unser Briefkontakt sonst wert?
Ist auf etwas warten
denn verkehrt?
Verkehrt ist kein galantes Wort
Drum Briefträger, trage diesen Brief nun fort

Es ließe sich fein weiter dichten
nur dich zu langweilen
mitnichten
Drum will ich nun endlich
aufhören zu dichten

Es ist nicht immer leicht
für einen literarisch Begabten
wie mich
ein Ende zu machen
mit all` diesen Sachen
die um Kopf herum schwirren
und die Sinne verwirren
Drum sage und schreibe ich kurzum:

Nun ist Schluss!
Wirklich!
Nicht, dass ich
durch nicht Aufhören können -
wie sagt man so schön -
in die Klappsmühle muss!

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Das Porto

Das Porto bei der Post
ist so eine Sache –
hat ein Päckchen mal
etwas mehr Gramm = Gewicht
geht es als Päckchen nicht -
Paket nennt sich diese Versendungsart

dann gleich
satte 3 € mehr
da werden einem glatt
die Knie weich

So muss man wohl demnächst
zu Hause die Päckchen wiegen
zur Vorsicht
damit die Mitarbeiter von der Post
nicht zuviel Porto kriegen

Der kluge Mensch lässt das
mit sich nur einmal machen
und denkt ab jetzt: Auf die Post
fall ich nicht mehr rein
und lässt ganz das Päckchenpacken sein

Doch schade ist` s erst recht
für den Empfänger
der wartet drauf und denkt sich nur:
brauchen nun die Päckchen länger?

Die Moral von der Geschichte
so entsteh` n Spontangedichte

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Winterfreuden

"Was soll ich machen?"
...fragt das Kind.
Es langweilt sich
...und geschwind
hat die Mutter "die Idee":
"Hüpfe und springe in den
weißen, hohen Schnee,
der vor der Haustür liegt
und kühle dir den kleinen Zeh ...
wer weiß, wie lange wir die
weiße Pracht noch haben ...
in diesen Winter- und zugleich
schon Frühlingstagen!"

Das Kind ...
es hört auf seine Mutter,
springt und hüpft
inzwischen schon
fröhlich im Schnee umher ...
kreischt vor Vergnügen
und
langweilt sich nun
gar nicht mehr.

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


Vergiss - mein- nicht

Vergiss – mein – nicht,
nennt man dich.
Dein Kleid ist blau
und grün dein Blatt,
wer ist wie du,
das so viele kleine
Blüten hat?

Du blühst so reich,
liebst die Weite und Freiheit
der Natur.
Überall trifft man dich
auf herrlich weiter Flur.
Auch in Gärten, Töpfen
und Terrassen, willst du dich
bewundern lassen.

Und wollen wir Menschen
einander gedenken,
stehst Du mit deiner Botschaft
in einem besonders
strahlendem Licht:
"Du, mein Vergiss - mein - nicht!"

© 2024 | Gudrun Kropp | Schongau


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